Ersatzzucker

Hallo liebes lecker-ohne Team,

seit kurzem darf ich mich - leider - auch zu den Fructoseintoleranten zählen. Auf der Suche nach einer leckeren Schokolade habe ich eine mit dem Süßungsprodukt "sukrin" entdeckt, welches wohl stevia gleichgesetzt werden kann. Ist dieser Zucker für uns verträglich? Vorallem weil er im Internet mit dem Zuckeralkohol Erythritol in Verbindung gebracht wird und wir Zuckeralkohole ja nicht zu uns nehmen dürfen.

Daher bin ich etwas verwirrt und hoffe ihr könnt mir weiter helfen :-)

Vielen Dank im Voraus.

Liebe Grüße

Diana

Hallo Diana,
Sukrin ist der Zuckeraustauschstoff Erythrit.Es gibt auch eine Variante mit Erythrit und Stevia in einer Mischung.Erythrit ist ein Zuckeraustauschstoff der allerdings etwas besser verträglich ist als z.b.Sorbit.Wir empfehlen die Verträglichkeit auszutesten.Viele Patienten berichten uns das sie ihn gut vertragen.Es gibt auch eine fructosarme Schokolade die mit Traubenzucker gesüßt ist. Diese ist für den Anfang sicher besser geeignet. Schau mal bei www.frusano.de
Gruß von Alexandra / Leckerohne Redaktion

Vielen Dank für die Antwort :-)

Könnt ihr mir vielleicht noch sagen, wie man den Unterschied zwischen einer Intoleranz und eine Unverträglichkeit herausfindet?

Dankeschön und liebe Grüße

Diana

Vielen Dank für die Antwort.

Ich würde gern noch wissen, wie man den Unterschied zwischen einer Toleranz und einer temporären Unverträglichkeit feststellen kann.
Tritt eine Fructoseintoleranz schon im Kindesalter ein oder kann sie auch erst später auftreten?
Gibt es für die Diagnose eine bestimmte Untersuchung die man durchführen lassen kann?

Vielen liebe Dank im Voraus
Diana

Hallo Diana,

die hereditäre Fructoseintoleranz ist eine sehr seltene Erkrankung der Fructosestoffwechsels. Sie tritt wegen ihrer starken Symptome  meistens im ersten Lebensjahr auf und wird durch eine genetische Untersuchung diagnostiziert. Bei dieser Erkrankung ist eine lebenslange streng fructosearme Diät notwendig.

Die Fructoseunverträglichkeit bzw. Fructosemalabsorption ist eine vorübergehende oder dauerhafte Störung der Fructoseaufnahme im Darm. Die Symptome sind meist Durchfall, Blähungen und  Bauchschmerzen nach dem Verzehr fructosereicher Lebensmittel. Bei der Fructoseunverträglichkeit ist eine streng frucosearme Kost nicht angezeigt da so die Verträglichkeit noch mehr abnimmt und schon bei kleinsten Fructosemengen Beschwerden auftreten. Bei einer Fructoseunverträglichkeit ist die richtige Zusammenstellung von Mahlzeiten sowie die Auswahl fructosearmer Obst und Gemüsesorten sowie die Prinzipien der leichten Vollkost Thema bei der Ernnährungsberatung.

Der Begriff "Fructoseintoleranz" wird häufig für beide Erkrankungen verwendet, es handelt sich aber um zwei völlig unterschiedliche Erkrankungen. Die Fructoseunverträglichkeit ist die deutlich häufigere Form.

Gruß von Alexandra ( LeckerOhneRedaktion)

Vielen Dank für die Antwort :-)

Ich hab bereits eine Ernährungsberaterin aufgesucht, die Karenzzeit in der ich zum Ende hin beschwerdefrei war auch hinter mir. Nun musste ich damit anfangen langsam Obst und Gemüse zu mir zu nehmen (nur die Lebensmittel, die fructosearm sind), woraufhin meine Beschwerden so stark waren, dass ich im Krankenhaus behandelt werden musste.
Nun weiß ich garnicht was ich essen darf oder nicht, soll oder nicht soll. Daher ist die Angst groß und Obst und Gemüse von meinem Plan gestrichen.

Hast du vielleicht einen Rat für mich?

Vielen lieben Dank

Hallo Diana,

ich kann verstehen das du verunsichert bist wenn deine Reaktionen beim Kostaufbau so stark waren. Wenn du während der Karenzphase beschwerdefrei warst ist dies natürlich eine gute Bestätigung für die Diagnose Fructoseunverträglichkeit. Beim Kostaufbau ist neben dem Fructosegehalt einer Mahlzeit auch noch zu beachten wie eine Mahlzeit zusammengesetzt ist. Es gibt eine Reihe von Lebensmitteln die bei vielen Menschen Unverträglichkeiten auslösen, wie z.B. grobes Vollkornbrot, Kohlgemüse oder Getränke mit viel Kohlensäure. Diese sollten auch einzeln ( täglich nur eine Lebensmittel) ausgetestet werden.
Vielleicht kannst du mit deiner Ernährungsberaterin noch einmal einen Versuch starten und langsam mit fructosearmen Obst und Gemüsesorten, am besten "verpackt" in einer Mahlzeit, also z.B als Obst als Dessert oder in Kombination mit Milchprodukten beginnen.

Ich wünsche dir das es finktioniert

Gruß von Alexandra (LeckerOhneRedaktion)

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