Ernährung bei Fructoseintoleranz bzw Fructosemalabsorption
Wichtig: Die Kostumstellung bei einer Fruktosemalabsorption sollte immer von einer erfahrenen Ernährungsfachkraft begleitet werden da das reine Meiden fructosehaltiger Lebensmittel kontraproduktiv ist und langfristig zu Mangelerscheinungen führt. Adressen von kompetenten Beratern in Ihrer Nähe finden Sie hier.
Bitte beachten: die Fruktosemalabsorption ist nicht zu verwechseln mit der hereditären Fruktoseintoleranz der eine Stoffwechselstörung zugrunde liegt und die sich in Ihrer Behandlung wesentlich von der Fruktosemalabsorption unterscheidet!
Fructose (Fruchtzucker) kommt in den meisten Obst und Gemüsesorten sowie in Honig vor. Die Konzentration ist abhängig von der Sorte und vom Reifegrad.
Saccharose (Haushalszucker) enthält etwa zur Hälfte Fruktose, wird aber wegen seines Anteils an Glucose (Traubenzucker) in kleinen Mengen meist gut vertragen. Diabetiker-Lebensmittel und viele Diätprodukte enthalten Fruktose als Süßungsmittel.
Wird Fructose im Darm nicht oder nur unzureichend aufgenommen kommt es zu Durchfall oder Bähungen. Dies bezeichnet man als Fruchtzuckerunverträglichkeit bzw. Fruktosemalabsorption.
Wie stark die tägliche Fructosemenge eingeschränkt werden muss ist individuell unterschiedlich und sollte ausgetestet werden. Ziel ist nach einer kurz gehaltenen Karenzphase (Lebensmittel mit niedrigem Fruktosegehalt) Beschwerdefreiheit zu erreichen. Dann können nach und nach fruktosehaltige Lebensmittel in den Speiseplan aufgenommen werden. Die Zugabe von Traubenzucker zu den Speisen sowie die Kombination von fruktosehaltigen Speisen mit Fett und Eiweiß (z.B Obst zu Quark oder als Dessert) verbessert meist die Verträglichkeit.
Zusätzlich muss der Verzehr von sorbitreichen Lebensmitteln (vor allem Light-Produkte) vermieden werden, da Sorbit die Aufnahme von Fruktose verschlechtert und so die Beschwerden verstärkt.
In der Karenzphase sollten möglichst die Lebensmittel ausgelassen werden die ohnehin bei einigen Menschen Unverträglichkeiten hervorrufen: Leichte Vollkost, wie zum Beispiel grobe Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte und Kohlgemüse. Ebenso kohlensäurereiche Getränke, übermäßiger Kaffeekonsum (>4 Tassen pro Tag) und sehr fetthaltige Speisen wie Frittiertes.
Es gilt: Erlaubt ist was bekommt (Diätfehler können zur Verstärkung der Beschwerden führen, haben aber keine gesundheitlichen Auswirkungen)
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niedriger Fruktosegehalt
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mittlerer Fruktosegehalt
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hoher Fruktosegehalt
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Milch und Milchprodukte
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Milch, Kondensmilch, Sahne, Quark, Joghurt, Kefir, Buttermilch, Molke
Frischkäse, Weichkäse, Schnittkäse, Schmelzkäse
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Milchprodukte mit Früchten
Speiseeis
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Diätprodukte mit Zuckeraustausch-stoffen, Joghurt mit Müsli oder Trockenfrüchten
Diäteis
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Fleisch, Wurst und Fischwaren
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alle Sorten
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Fischkonserven
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Eier
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In jeder Zubereitung
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Süße Crepes und Pfannkuchen
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Fette
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alle pflanzlichen und tierischen Fette
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Getreide
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alle Getreidesorten
Reis, Puffreis ungesüsst, Reiswaffeln
Mais, ungesüsste Cornflakes
Haferfklocken
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Müslimischungen, Frühstücksflocken mit Zucker
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Müsli mit Trockenfrüchten,
Knuspermüslis
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Brot und Backwaren
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Brot und Brötchen,
mit Traubenzucker hergestellte Backwaren
(siehe Tipps zum Backen und Kochen mit Traubenzucker)
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Süße Brote und Brötchen wie Rosinenbrötchen, Schokobrötchen, Kuchen, Torten, Gebäck, Kekse
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Müslibrote, Wellness oder Fitnessbrote (enthalten oft Fruktose oder Inulin)
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Kartoffeln
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In jeder Zubereitung
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Gemüse
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Aubergine, Bleichsellerie, Blumenkohl, Broccoli, Chinakohl, Gurke, Mangold, Kürbis, gegarte Pilze, Pastinake, rote Beete, Sellerie, Spinat, Steckrübe, Tomate, Zucchini
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Blattsalate, Rotkohl, Weißkohl, Kohlrabi, Spargel, Mais, Lauch, Schwarzwurzel, Zwiebel
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Obst, Nüsse
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Avocado
Banane
Papaya
Rhabarber
alle Nüsse und Samen
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Ananas, Aprikose, Clementinen, Erdbeeren, Grapefruit, Heidelbeere, Holunder, Orange, Papaya, Pfirsich, Kiwi, Johannisbeere, Sauerkirsche, Stachelbeere
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Apfel, Birne, Dattel, Feige, Mango, Pflaume, Traube
Rosinen, Trockenfrüchte
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Süßungsmittel
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Traubenzucker, Malzzucker, Milchzucker
Süßstoffe(Saccharin, Aspartam, Cyclamat)
Maltodextrin
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Haushaltszucker (brauner Zucker, Rohrzucker, Kandis, Puderzucker, Vanillezucker)
Ahornsirup, Ursüße, Rübenkraut
Glucose-Fruktosesirup
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Fruchtzucker, Fruktosesirup
Fruktose-Glukosesirup
Honig
Zuckeraustausch-stoffe (Sorbit, Isomalt, Xylit, Maltit, Mannit)
Apfelkraut, Birnendicksaft
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Süßwaren
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Traubenzucker
Reissirup
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alle
Konfitüre
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Zuckerfreie/zahn-freundliche Kaugummi und Süßigkeiten
Diabetikersüßwaren
mit Zuckeraustausch-stoffen
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Getränke
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Mineralwasser, Tee, Kaffee, Getreidekaffee
Limonaden mit Süßstoff
( ohne Zuckeraustauschstoffe)
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Saftschorlen, Limonade mit Zucker
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Fruchtsäfte, Iso, Sport oder Wellnessgetränke mit Zuckeraustausch-stoffen, Fruchtcocktails
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Sonstiges
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alle Gewürze und Kräuter, Aromen, Backpulver, Hefe, Gemüsebrühe, ungesüsste Puddingpulver
Sojamilch, Tofu
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Ketchup, Senf, Würzsaucen, Tomatenmark, Gewürzmischungen
Fertigprodukte
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Inulin
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Tipps zum Kochen und Backen mit Traubenzucker
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Traubenzucker süßt weniger als Haushaltszucker. Für ein gutes Backergebnis rechnet man die 1,3-fache Menge Traubenzucker.
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Traubenzucker macht den Teig knuspriger als gewohnt. Die Backtemperatur deshalb etwas niedriger wählen
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Speisen mit Traubenzucker haben wegen der benötigten Menge einen erhöhten Energiegehalt. Süßspeisen wie Quark, Joghurt oder Pudding oder Konfitüren können auch mit einer Mischung aus Traubenzucker und Süßstoff gesüsst werden.
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Öl mit Traubenzucker (auf 25g Traubenzucker 1 El Öl) lässt sich zu einer klaren Flüssigkeit erhitzen die mit Getreideflocken und Nüssen vermischt eine leckere Müslimischung ergibt.
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Zu viel Traubenzucker (über 100g/Stunde) kann auch bei Gesunden zu Verdauungsbeschwerden führen.
Wenn Sie Rezepte bei Fructoseintoleranz für andere Benutzer veröffentlichen wollen müssen Sie beachten, daß diese keine fructosereichen Zutaten enthalten.


