Bettis Blog

Kunden, die Tomaten gekauft haben, kauften auch … oder Amazon, die Bolognese und ich

Nun, es ist zwar schon ein Weilchen her, aber ich habe schon zweimal hinschauen müssen, als ich beim Einkaufen auf der Titelseite der Tageszeitung eine Frau mit Einkaufskorb, dem eingebauten Amazon-Schriftzug und natürlich die Überschrift sah – alles kündigte das "neue Zeitalter" des Online-Einkaufs an.
"Nun ist es soweit", dachte ich, "jetzt brauchen wir das Haus nicht mal mehr für den Supermarkteinkauf verlassen. Vorbei die Zeiten von langen Schlangen, Einkaufen nur nach Feierabend – vom lästigen Tütenschleppen mal ganz abgesehen" … oder?

Eis - herrlich an heißen Tagen

Wem es nicht in jungen Jahren selbst passiert ist, der kennt es dann wahrscheinlich aus Filmen. Das Lecken mit der Zunge am Metall, gerne an Lateren- oder Fahnenmästen. Ein Klassiker. Was passiert: die dünne Wasserschicht der Zunge (Speichel) gefriert in Sekundenschnelle, der Körper kann keinen Temperaturausgleich schaffen und schon hängt man fest. Im Straßenverkehr kennen wir dieses Phänomen als Blitzeis.
Aufgrund dieser Tatsache stellt sich doch die Frage warum wir hingegen keine Menschen beobachten können, die zur Sommerzeit an ihrem Eis am Stiel festfrieren. :-)

Und dann nur noch …

Also ich muß mal etwas loswerden, was mich schon seit Urzeiten wirklich tierisch nervt und ich finde auch keinen charmanteren Einstieg für das Thema.
Mein absoluter "Lieblings"-Satz aus der Werbung ist folgender: "… und dann einfach nur noch "XY-für Sahne-Gemüse-sonst-was-Fleisch-Auflauf-Pfanne" dazugeben – fertig … !"
Ist schon mal jemandem aufgefallen, daß vor diesem Satz eine endlos lange Liste an Dingen aufgezählt wird, die man vorher noch benötigt, bevor man "nur noch "XY" dazufügen" muß.

Erdbeere – leckere Verführung

Mmmmh … !
Einen anderen Anfang kann ich gar nicht bieten. Es war sooo lecker!
Am Wochenende hatte ich Besuch von einem guten Freund und der hat es sich nicht nehmen lassen und hatte selbst gemachte Erdbeermarmelade im Gepäck. Aber nicht in klassischer Form zubereitet, wie man es sich vielleicht jetzt denken mag – nein: kaltgerührt. Der Nachteil an kaltgerührter Marmelade: sie hält nur ungefähr ein bis zwei Wochen im Kühlschrank (weil ihr beim Abfüllen die Hitze zur Vakuumbildung fehlt). Der Vorteil: so weit kommt es gar nicht – die ist innerhalb von zwei, drei Tagen nämlich verspeist … :-)

Grün oder weiß – es ist Spargelzeit!

Ja es war ein langer Winter (man hat ja stellenweise das Gefühl, er wäre noch da)!  Klar, daß die Spargelzeit ganz schön auf sich warten lies. Aber was ich dann gehört hatte, schlug dem Faß den Boden aus. Da hat tatsächlich ein Bauer seinem Spargel mit Hilfe einer Fußbodenheizung beim Wachsen nachgeholfen … das Resultat: Klimaschützer sind auf die Barrikaden und das Pfund Spargel kostete 18 Euro … !! Da fällt mir nichts mehr ein!

Ingwer - eine absolut gesunde Knolle

Wir kennen ihn aus der asiatischen und indischen Küche, jetzt hat er auch bei uns in der europäischen Küche Einzug gehalten – der Ingwer. Noch vor ein paar Jahren zählte er zu den exotischen Wurzeln, die wir nur aus den fernöstlichen Küchen kannten. Aber spätestens mit der rasanten Verbreitung des Sushi, und dem stets dazu gereichten Ingwer, wurde die Wurzel bekannt.

Vanille - die Königin unter den Gewürzen

Wer einmal gesehen hat, wie madagassische Arbeiter vor einem Haufen fermentierter Vanilleschoten sitzen und jede einzeln beriechen um ihre Qualität zu prüfen, der kann sich vielleicht vorstellen, warum sie neben Safran das zweitteuerste Gewürz der Welt sind, und anstatt in Kilopreisen, pro Schote berechnet wird. Die Arbeit dieser Männer ist übrigens das A und O, denn eine schlechte Fruchtkapsel kann den Inhalt eines ganzes Pakets zunichte machen.

Muskatnuss - schmeckt nicht nur am Kartoffelbrei

Sie kommt ursprünglich von den Molukken, einer Inselkette des Indonesischen Archipels und ziert als Emblem die Flagge von Grenada – die Muskatnuss. Heute ist die Frucht des Muskatnussbaumes ein sehr preiswertes Küchengewürz, das wir aus Lateinamerika, Asien und Afrika beziehen, und keiner käme auf die Idee, daß man wegen ihr auch schon Kriege geführt hat.

Sternanis - nicht verwandt und nicht verschwägert

Der Sternanis kommt aus China und ist seinem "Namensvetter" Anis ähnlich, seine ätherischen Öle sind allerdings geschmacklich etwas feiner, ebenfalls etwas scharf, zudem süßlich und besitzen eine leichte Säure. Ansonsten ist er mit dem Anis aber nicht verwandt. Das Aussehen des Sternanis paßt mit seiner Sternenform sehr gut in die weihnachtliche Jahreszeit. Die Samenhülsen werden im Ganzen verwendet und würzen Getränke wie Tee, Glühwein oder Punsch.

Walnüsse - ganze Arbeit für den Nußknacker

Die Walnuß ist genau genommen keine "echte Nuss" sondern, wie die Mandel eine Steinfrucht. Walnüsse wurden ursprünglich von den Persern kultiviert und kommen heute aus Asien, dem Iran, aber hauptsächlich aus Kalifornien. Es sind die Früchte des Walnußbaumes oder -strauches, die von September bis November geerntet werden, und bei uns pünktlich zum Winter in den Handel zu kommen. Trotzdem sind sie ganzjährig zu bekommen, da sie sich lichtgeschützt, trocken und ausreichend belüftet ein Jahr lang lagern lassen.

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